Alles neu macht der April

Ich wechsle das Blog. In Zukunft findet man mich hier: http://claudiamayerautorin.blogspot.de/

Der Grund dafür ist denkbar einfach. Ich gedenke, in nicht allzu ferner Zukunft zu veröffentlichen und da ich meinen realen Namen auf dem Cover sehen möchte und nicht den Nick "Rhiannon", werde ich auch mein Blog in Zukunft unter meinem Klarnamen führen.
Und da blogger mir mehr Möglichkeiten bietet, wechsle ich auch den Anbieter.

Dieser Account wird aus verschiedenen Gründen aktiv bleiben, aber neue Einträge sind hier nicht mehr zu erwarten.

Und so bleibt mir nur noch, euch viel Spaß auf dem neuen Blog zu wünschen! Ich versuche auch, regelmäßiger zu bloggen, als hier!

Wenn gesunder Menschenverstand mit der "Mehrheitsmeinung" kollidiert

oder auch: Wie Teile unserer Geschichte verschwinden.

Dass man als Autor die eine oder andere Verantwortung trägt, ist bekannt. Als Jugendbuchautor hat man zum Beispiel die Aufgabe, Identifikationsfiguren zu schaffen, die Jugendlichen als Vorbild dienen können, ohne dabei zerstörerische Klischees und Ähnliches weiterzutragen. Aber auch als Autor für Bücher, die Erwachsene ansprechen sollen hat man eine ähnliche Verantwortung.
Manchmal stellt man dabei fest, dass man sich selbst an der Nase packen muss, weil man eben selbst auch nicht frei von Vorurteilen etc. ist. Und weil man eben auch ein Kind der jeweiligen Gesellschaft ist. Aber manchmal stellt man dann auch fest, dass für einen selbst Dinge feststanden, die die Gesellschaft bisweilen nicht wahrhaben mag.

Als Autor schlägt man sich eben auch mit Dingen wie z.B. der Genderdiskussion herum. Über den Tintenzirkel bin ich dabei auf folgenden Artikel gestoßen: http://aidanmoher.com/blog/featured-article/2013/05/we-have-always-fought-challenging-the-women-cattle-and-slaves-narrative-by-kameron-hurley/
Und jener Artikel schreibt letzten Endes über das, was mir spätestens in dem Moment klar war, als ich mit Kampfsport angefangen habe. Dass heutzutage Mädchen durchaus die Möglichkeit haben, auch Kampfsport zu machen, mag wenig verwunderlich sein. Aber spätestens, als ich mit Karate begann, habe ich zum einen gesehen, dass es für Mädchen und Frauen nicht härter ist, als für Jungs und Männer. Einige Wurftechniken etc. sind für die häufig doch körperlich unterlegenen Frauen nicht unbedingt umsetzbar, aber dafür gibt es andere Techniken, die genau das ausgleichen.
Und so kam ich in meinen jungen Jahren gar nicht auf die Idee, dass es anders sein könnte, als dass es schon immer kämpfende Frauen gegeben hat. Die einfache Logik dahinter war für mich: "Wenn jahrhundertealte Techniken heute für Frauen funktioniere, haben sie das auch früher getan, also wurden sie auch früher angewendet."
Und dann wurde ich älter, kam zum Schreiben und musste auch lernen, dass es Menschen gab, die meine Kampfkunstbegeisterung naserümpfend betrachteten. Und ich kam zum Geschichtsunterricht in der Schule und stieß irgendwie nur auf Männer. Fragte man nach kämpfenden Frauen kam vielleicht Jeanne d'Arc, vielleicht packte irgendjemand noch die, jedoch schnell wieder in Reich der Legenden verwiesenen, Amazonen aus und das wars dann auch schon. Mit Sicherheit real existierende kämpfende Frauen wie Boudicca, Grace O'Malley und Caterina Sforza, um nur einmal einige Europäerinnen zu nennen, sind irgendwie komplett aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden.
Gut, man könnte jetzt natürlich die Theorie anführen, dass es daher kam, dass sie gescheitert sind. Boudiccas Rebellion wurde niedergeschlagen, Caterina Sforza konnte sich ebenfalls nicht ewig gegen die Borgias und die Medicis wehren. Aber es sind auch andere Rebellionen gescheitert und deren Anführer wurden trotzdem berühmt. Und Grace O'Malley wurde z.B. von Königin Elizabeth I. höchstpersönlich begnadigt.
Von daher greift die Theorie in meinen Augen nicht. Es ist wohl viel eher so, dass die Allgemeinheit solche Menschen gerne vergisst, um bequem bei den alten Denkmustern bleiben zu können, wo auch immer die herkommen.
Es ist nur manchmal interessant, wenn man als Querdenker dann auf einmal Beweise dafür bekommt, dass der gesunde Menschenverstand eben doch noch funktioniert und die Geschichte sich eben nicht den Wünschen mancher Menschen beugt.
Und wenn das nächste Mal irgendjemand erzählt, dass es in der Zeit vor den heutigen Schusswaffen einer Frau ja gar nicht möglich war, gegen die Männer anzukommen, dann kann ich, die selbst Langschwertfechten betreibt, nur müde lächeln.

NaNo-Countdown und Protagonisten-Chaos

Irgendwie ist dieses Jahr zu schnell vorbei, stelle ich gerade fest. Wie oft habe ich gebloggt? Viel zu selten auf jeden Fall. Dabei hatte ich mir eigentlich fest vorgenommen, mein Blog nicht völlig verstauben zu lassen. Und überhaupt, warum ist schon wieder Ende Oktober? Es sind nun noch 6 Tage bis der allgemeine Wahnsinn der Autoren aka. NaNoWriMo beginnt.
Und genau nach Wahnsinn fühle ich mich gerade.

Vor einigen Tagen bloggte meine Autorenkollegin Sabrina Železný in ihrem Blog folgenden Artikel: http://www.sabrinarequipa.lima-city.de/wordpress/aus-dem-autorenleben/ Und was soll ich sagen? Ganz ähnlich sieht es bei mir gerade auch aus.

Ich sitze am Schreibtisch und surfe so vor mich hin, da werde ich ungeduldig angestoßen. "Na, was ist jetzt, hä?" Etwas erstaunt wegen der ruppigen Tonfalls drehe ich mich um und blicke der Protagonistin aus einem meiner neusten, noch namenlosen Projekte ins Gesicht. "Evanee, du bist noch nicht dran! Das hab ich dir aber schon x Mal gesagt!" "Na und? Du hast Zeit, mach was!" Okay, wo sie Recht hat, hat sie Recht! Ich greife nach dem eReader, um noch ein wenig Korrektur zu lesen. Moment mal, das ist nicht mein eReader. Von meiner rechten Seite kommt Gelächter. "War nur eine kleine Übung!", mit diesen Worten gibt mir eine meiner NaNo-Protagonistinnen den Reader zurück. "Hope, das ist nicht lustig!"

Ich verziehe mich in die Dusche, um vor der Rasselbande Ruhe zu haben und da tritt mir die Protagonistin eines alten, so lange, dass ich es schon fast als tot erklärt habe, auf Eis gelegten Projekts entgegen: "Du, ich hab nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass... " "Igraine, egal, was du zu sagen hast, tu es nach dem NaNo!", bitte ich. Igraine ist immerhin nicht so penetrant und macht den Mund zu. Was mir jedoch keine Ruhe bringt, denn prompt beginnt ein gemischter Chor aus anderen Protagonisten aus meinem Schlafzimmer zu quasseln. Meine Bitte um Ruhe verhallt ungehört. Fiorenza, NaNo-Protagonistin 2, möchte mir helfen und versucht, den Chor mit einer Akrobatik-Darbietung abzulenken. Das gelingt auch, aber wen sie damit ebenfalls ablenkt, bin ich.
Und doch schafft sie es nicht genug, um das kleine Stimmchen auszuschalten, das mir erzählt: "Du könntest im NaNo ja aber auch..."

Kennt ihr das? Dieses allgemeine Gequassel vor dem NaNo? So kann ich nicht arbeiten!

Aus der Hexenküche: Schwarztee selber machen

Long time, no see...
Mit dem einziehenden Sommer hat mich mal wieder der Aufräum-, DIY- und Alles sommertauglich mach- Wahn gepackt. Und nachdem ich heute spontan beschlossen habe, mich mal wieder am Fermentieren von Teeblättern zu versuchen, dachte ich, das wäre doch auch was für einen Blogeintrag.
Wer weiß, vielleicht kann es jemand von euch, liebe Leser auch brauchen, entweder weil selber Teejunkie, oder auch, weil man diese Herstellung auch jedem pseudo-mittelalterlichen Kräuterweibchen andichten kann.

Wie manche von euch wohl wissen, ist Schwarztee nichts anderes, als fermentierter Grüntee, man kann also prinzipiell jedes grüne Blatt fermentieren. Brombeerblätter zum Beispiel schmecken wirklich ziemlich nach Tee, ohne jedoch das Teein zu beinhalten, Brombeerschwarztee kann man also auch noch in der Nacht trinken.

Mein Experiment heute umfasst jedoch Melisse und Minze. Wie es schmeckt, keine Ahnung, ich probiere das selber zum ersten Mal.

Funktionieren tut das Ganze sehr einfach. Und zwar folgendermaßen.

1. Die gewünschten Blätter (in meinem Fall wie schon gesagt Minze und Melisse) werden so lange in die Sonne oder zumindest an einen warmen Platz gelegt, bis sie welk sind. Das ist wichtig, weil sonst die folgenden Schritte nicht besonders gut gehen.
2. Die welken Blätter werden zwischen feuchten Händen gerollt und zerknittert. Dies dient dem aufbrechen der Zellwände, dass die Flüssigkeit austreten kann, anders ist die Fermentation nicht möglich.
3.Die zerknitterten Blätter werden eng in Frischhaltefolie gerollt. Wichtig ist, dass das Paket wirklich luftdicht ist. Wie wir wissen, ist Belüftung für Gärung nicht förderlich. Bitte auch darauf achten, dass die Blätter wirklich feucht sind, aber bitte nicht nass!
4. Das Paket mit den Blättern wird entweder an einen warmen Ort gestellt (mindestens 30 Grad), oder, was zuverlässiger funktioniert, am Körper getragen. Für Frauen bietet es sich an, das Päckchen in den BH zu klemmen. Hosentaschen sind keine gute Idee, weil sie die Blätter zerquetschen, was wir nicht wollen.
5. Nach etwa 2- 3 Stunden wird das Päckchen geöffnet und die Blätter angeschaut. Die, die sich dunkelbraun bis schwärzlich verfärbt haben, sind fertig und werden auf Küchenkrepp zum Trocknen ausgebreitet. Für die anderen die Schritte 2-4 nochmal wiederholen und nochmal 1-2 Stunden mit den Blättern verbringen.
6. Die getrockneten Blätter zerkrümeln und fertig ist der Tee.

Es bietet sich bei Mitbewohnern an, diese über das Vorhaben zu informieren, denn vor allem die braunschwarzen Blätter bei Schritt 5 verleiten manchen Ordnungsliebhaber dazu, sie wegzuwerfen, wenn dies nicht schon mit den welken Blättern von Schritt 1 passiert.

Ich habe jetzt leider nicht daran gedacht, Fotos zu machen, so diese gewünscht werden, reiche ich sie bei der nächsten Fermentation nach, ebenso wie die Information, wie das fermentierte Melisse-Minze-Gemisch schmeckt.

Edit: 20.05.14: Die erste Tasse ist probiert. Mmmh, lecker! Schmeckt wie Schwarztee, aber man schmeckt immer noch die Minze raus, richtig lecker! Das war nicht der letzte Versuch mit diesen Kräutern!

Selbstversuch: Pomodoro-Tag

Wooops, habe ich wirklich seit letztem Jahr nicht mehr gebloggt? Nicht mal ein Fazit geschrieben? Es scheint so. Nun, das Fazit muss dann eben noch warten, aber ich kann euch, liebe Leser, noch sehr verspätet ein gutes Neues Jahr wünschen.
Und irgendwie passt dieser Anfang ironischerweise sehr gut zu dem, worüber ich jetzt bloggen will. Und zwar bleibe ich seit Tagen hinter meiner erwünschten Produktivität zurück. Ich schreibe weniger, als ich will und beim Aufräumen bin ich so langsam, dass ich irgendwie wieder Chaos habe, bevor ich wirklich fertig bin, mit dem Aufräumen.
Jetzt bekomme ich aber Freitag Übernachtungsbesuch, der über das Wochenende bleibt, ich schreibe am Freitag eine Klausur, für die ich noch lernen muss und ich will noch ein paar Wörter geschrieben bekommen, ehe der Januar vorbei ist, dass ich mit nicht allzu großem Rückstand in den Februar starte.
Jetzt habe ich aber das zweifelhafte Glück, dass meine Vorlesungen vorbei sind und damit die Zeiteinteilung von außen wegfällt. Ich kann mich nicht mehr damit antreiben, dass ich das und das unbedingt noch vor der Vorlesung schaffen muss, oder dass ich das genau jetzt machen muss, weil ich wegen einer frühen Vorlesung früh ins Bett muss. Ergebnis: Ich trödle, ich lasse mich ablenken und schaffe nichts, obwohl ich doch Zeit hätte.
Und jetzt reicht es mir! Ich werde mich heute also nicht auf meine, erkennbar nicht vorhandene, Disziplin verlassen, sondern etwas anderes probieren. Und zwar die Pomodoro-Technik. Nein, ich habe nicht vor, irgendwas mit Tomaten zu machen., sondern das hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Pomodoro-Technik
Und zwar indem ich abwechselnd lerne, aufräume und schreibe.
Ich werde hier vermerken, ob das klappt. Und zwar habe ich vor, bis heute Abend 21 Uhr zu machen. Dann ist Feierabend.
Und zwar werde ich bei der Abfolge der Pomodori versuchen, folgende Reihenfolge beizubehalten:
Aufräumen, 5 Min Pause, Lernen, 5 Min Pause, Schreiben, 20 Minuten Pause.
So müsste ich mein Chaos heute beseitigt kriegen, hoffe ich.
In den 20-Minuten-Pausen wird es unter anderem hier Rückmeldung geben. Ich bin dann mal gespannt, was ich schaffe.

Edit 15:54:  So, erst Mal einen Denkfehler gemacht, den ich jetzt beseitigt habe und beschlossen, die Pomodori auf drei Mal zu legen, irgendwie ist zwei Mal hintereinander Aufräumen auch eine blöde Idee. Ansonsten bin ich mit den ersten 1,5 Stunden recht zufrieden. Mein Zimmer ist, mindestens augenscheinlich, recht ordentlich geworden. Den Ecken rücke ich beim nächsten Pomodoro zu Leibe. Ich hab beim Lernen was geschafft und außerdem stehen für heute schon mal 830 Wörter, was für 25 Minuten nicht ganz schlecht ist.
Edit 17:40 : Uff, ich habe jetzt meinen gesamten Papierkram sortiert, weitergelernt und bin mit dem Lernstoff für heute tatsächlich durchgekommen und noch einal 901 Wörter zu Papier gebracht. Ich bin ganz zufrieden mit meiner Produktivität. Ich werde nach der Pause allerdings erstmal nur noch ein Aufräumpomodoro machen, in dem ich der Küche zu Leibe rücken werde und dann erst einmal Kochen und Essen, wofür es sonst zu spät wird, aber dann geht es weiter mit abwechselnd Aufräumen und Schreiben. Mal sehen, was da heute noch so geht.

Mythologische Wesen als Inspirationsquelle oder "Vorbild"

S.J. Tucker s00j schrieb in ihrem Blog den Post: "Mythic Beasties and why we love the". Dieser entstand auf die Frage hin, welche mythologische Kreatur sie am meisten inspiriere und warum.
Als Schreiberling, der sein Herz an die Fantasy verloren hat, ist diese Frage natürlich auch etwas für mich.

Ich muss jedoch hier eine Unterteilung vornehmen. Es kommt darauf an, ob man die Frage auslegt, als: Was inspiriert mich überhaupt für mein Leben? oder ob man daraus liest: Was macht mich kreativ.

Schaut man mein Schreiben an, sind es die Feen. Also nicht die kleinen Flatterdinger, die in manchen Kramläden als Feen verkauft werden, sondern das, was man in der englischsprachigen Mythologie als Fae beziehungsweise Sidhe bezeichnet. Ich habe viel über solche Feen geschrieben und ich finde diese alterslosen, zwar menschenähnlichen aber doch absolut nicht menschlichen Wesen geben unheimlich viel Potential für die Schreiberei her. Dass sie wortwörtlich Wesen von einer anderen Welt sind, den Menschen aber ähnlich genug, um sich auch in sie verlieben und mit ihnen Kinder haben  zu können, macht sie zu natürlichen Spannungssteigerern einer Geschichte. Und die Tatsache, dass sie durch ihr andersweltliches Dasein auch nicht an irdische Moral gebunden sind, macht sie außerdem zu dankbaren Spiegeln, wenn ich die eine oder andere psychologische Eigenheit oder Dynamik spiegeln will. Insgesamt geben sie so eine perfekte Vorlage für Helfer des Protagonisten oder den Protagonisten selbst, aber ebenso für den Antagonisten, wenn nötig. Und das macht sie für mich im Fantasy-Setting unersetzlich.

Liest man die Frage aber im Sinne von, was mich für mein Leben inspiriert, kann ich nur sagen: Die Amazonen. Ja, ich weiß, die sind nur bedingt eine mythologische Kreatur, aber was von den ganzen Geschichten wahr, und was Mythos ist, kann man heute nicht mehr sagen. Aber da es genug Menschen gibt, die die Amazonen gänzlich ins Reich der Legenden verschieben, beschließe ich einfach, sie als Kreatur der Legenden zu verwenden.
Nein, keine Angst, ich bin kein männermordendes Monster, auch wenn es schon Leute gab, die das behaupten! Aber ich bin ein Mensch, den man sich mit einer Sache recht schnell zum Feind machen kann und zwar, indem man versucht, mir mein Leben aus der Hand zu nehmen! Und dementsprechend beeindruckt mich die Entschlossenheit der Amazonen, lieber auf die Liebe zu einem Mann zu verzichten, ja sogar ihre Söhne fortzugeben, anstatt sich unterzuordnen. Ich halte nicht viel von den Geschichten, die die Amazonen zu mörderischen Ungeheuern machen (kleine Anmerkung: Wenn man sich anschaut, wie die Griechen Athene darstellen, die ja angeblich die Göttin der Weisheit sein soll, muss man sich nicht über die schlechte Darstellung der Amazonen wundern), aber ich glaube auch nicht, dass die Geschichten von den Kriegerinnen am Thermodon erfunden ist (ich sage nur: Gräber von skythischen Kriegerinnen).
Ich kann mich, nicht zuletzt auch dank meiner Hobbies, durchaus mit den Amazonen identifizieren und sehe durchaus gewisse Parallelen, zwischen dem, wie die Amazonen lebten und dem, was man den Frauen heute nahelegen kann und sollte. Zum Beispiel die Tatsache, dass man auch für sich selbst einstehen können muss, wenn man sein Leben für sich selbst regeln will (und sind wir ehrlich, sich von anderen leben zu lassen, tut nicht gut!).
Ich glaube, ich könnte seitenlang darüber schreiben, was ich an den Amazonen bewundere und was ich auch für mich selbst können will. Da ich aber denke, dass das zu weit führen würde, beende ich diesen Post an dieser Stelle.

Eine kleine Anregung für die doch manchmal fürchterlich stressige Vorweihnachtszeit: Liebe Leser, nehmt euch fünf Minuten Zeit und überlegt euch euer inspirierendstes Wesen aus dem Reich der Legenden und warum das so ist. Ich freue mich auch, wenn ihr mir unter diesem Post eine Antwort hinterlasst.

100k in einem Monat? Schaffbar!

Der NaNo ist vorüber und mit ihm der Monat des absoluten Größenwahnsinns. Dass Autoren im November dem kollektiven Wahnsinn des NaNos anheim fallen, ist ja schon bekannt. Dass mich der Wahnsinn dieses Jahr im Doppelpack erwischt hat, wohl ebenso. Und als wäre das nicht genug, hatte ich diesen November auch noch etliche Referate als Prüfungen für die Uni zu halten. Also etwas, das mich schon beim einfachen Wahnsinn aufstöhnen lassen hätte.
Aber was soll ich sagen. Ich habe es geschafft! Gute Noten in der Uni UND 100k in einem Monat! Immer wollte ich das nicht machen müssen, denn mir sitzt der November noch ein wenig in den Knochen, aber es ist schaffbar! Und ich muss sagen, trotz der Tatsache, dass es Tage gab, an denen ich mich gefragt habe, warum genau ich mir das angetan habe,hat der November trotz doppeltem Pensum und zwei Romanen Spaß gemacht und beide dementsprechend um 50k vorangebracht.
Dass ich jetzt so wahnsinnig bin, zu versuchen, sie auch zu beenden, ist meinem Wahnsinn geschuldet, ja, aber es macht Spaß! Und ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell Feuer für meine Dystopie fange.
Es macht Spaß, das zu schreiben, mindestens, wenn ich nicht gerade schniefend vor dem Bildschirm sitze, weil ich meine eigene Bosheit als fast zu heftig empfinde. Und das hätte ich bei einer derart heftigen Dystopie nie gedacht!

NaNo Countdown: noch 4 Tage - Einstimmung auf den Wahnsinn

Draußen herrscht Weltuntergangsstimmung. Der erste Herbststurm hat uns erwischt. Ich sitze mit einem schönen, heißen Tee in der warmen Stube und lausche dem Prasseln des Regens und dem Krach, den der Wind mit den Bäumen uns sonstigen losen Gegenständen im Garten veranstaltet.
Und ich freue mich auf den NaNo , wenn ich wieder schneller als der Wind tippen kann. Wenn mir Regen und Sturm wieder ein Alibi dafür verschaffen, dass ich den ganzen Tag im Zimmer sitzen und tippen kann.
Jaja, ich freue mich auf den kollektiven Wahnsinn im Team Tintenzirkel und dem Schwung für das neue Schreibjahr, das ja nun bald folgt.
Soo, ich stürze mich jetzt voller Motivation wieder in meine Hausarbeiten, dass ich vor dem November noch ordentlich was weggeschafft kriege.
Und denkt daran, liebe Naniten, morgen ist Montag, ab da kann man Teevorräte,Futter und alles was der Schreiberling zum Überleben braucht, wieder aufstocken! Tut das auch, dass der NaNo nicht gleich mit Mangel beginnt!
Und nun, fertig machen zum Landeanflug auf den Schreibwahnsinn!

NaNo Countdown: noch 9 Tage - Panik? Nee, das muss nicht sein!

Schuldeingeständnis vorneweg: Ich schreie auch ganz gern mal "Paaaanik!". Aber ich meine das in den seltensten Fällen für länger als zehn Minuten ernst.
Und jetzt, wo es keine zwei Wochen mehr bis zum NaNo sind und die Peitsche gegen den inneren Schweinehund schon bereit liegt, merke ich, dass es auf den NaNo zugeht. Bei mir, weil ich kribbelig werde, weil ich die Romananfänge durchgehe, mir überlege, was noch zu erledigen ist und beim Anblick schwindender Teevorräte auf den Kalender schiele, um mich daran zu erinnern, dass ich die noch aufstocken sollte. Das ist eine gute Art von Kribbeligkeit. Eine gute Art von Anspannung.
Leider geht es aber nicht allen Mitnanitinnen und - naniten so. Bei einigen hat die Pre-NaNo Panik eingesetzt und zwar massiv.
Und zwar nicht nur bei Neulingen, die einfach noch nicht wissen, ob 50.000 Wörter ein schaffbares Monatspensum oder ein Mount Everest sind, den man zwar theoretisch besteigen kann, aber dazu schon zur Elite gehören muss, sondern bei Veteranen, die schon bewiesen haben, dass sie den NaNo bezwingen können.
Und das tut mir dann jedes Mal besonders Leid.
Es ist schade um den Spaß, den sich diejenigen damit nehmen, aber natürlich tut das niemand mit Absicht. Aber manchmal wäre es wahrscheinlich hilfreich, wenn wir uns daran erinnern, dass auch unser Autorendasein nur ein Teil von uns ist. Und nur, weil wir bei einem SChreibprojekt "versagen" sind wir kein schlechter Autor. Und schon gar kein schlechter Mensch!
Pferdemensch der ich bin, versuche ich das an einem Beispiel meiner Reiterei zu verdeutlichen.
Als ich meine Reitbeteiligung bekam, war sie noch sehr jung und nicht das erfahrenste Pferd unter dem Sattel. Ich selbst war und bin nicht die erfahrenste Reiterin, was mir aber zum Teil auch den Druck nahm, irgend etwas können zu müssen.
Relativ schnell gelang es mir dann aber, ohne Sattel in allen Gangarten auf dem Rücken des Pferdes zu bleiben.
Hätte ich dann aber von mir gefordert, das jedes Mal besser hinzukriegen, oder auch nur in Zukunft jedes Mal ohne Sattel zu reiten oder was auch immer man noch als Steigerung nehmen will, wäre ich wahrscheinlich nach etlichen Stürzen frustriert dagestanden und hätte mich gefragt, ob ich mich wirklich so überschätzt habe.
Aber das hätte ich nicht, weil objektiv habe ich es hinbekommen und objektiv klappte auch alles immer besser.
Aber das hätte es nicht, wenn ich jedes Mal von mir gefordert hätte, mindestens auf dem Level zu bleiben, den ich beim vorherigen Mal erreicht hatte und mich als Versagerin gefühlt hätte, wenn es einmal nicht klappte, wenn ich an schlechteren Tagen doch wieder den Sattel auflegte, oder sogar nur vom Boden aus arbeitete, weil ich meinem Zustand oder ihrer Laune oder der Kombination aus beidem nicht mehr zutraute.
Und genau so ist es auch beim Schreiben. Habe ich es einmal ohne Sattel versucht und lege den Sattel dann wieder auf, weil ich feststelle, dass es besser für mich ist, ist das kein Versagen! Habe ich den NaNo einmal geschafft und schaffe ihn beim zweiten Mal nicht, ist es auch kein Versagen! jeder Schritt, bzw. jedes Wort führen mich näher zu meinem Ziel auch wenn ich es vielleicht nicht sofort erreiche!
Manchmal brauchen wir unsere Peitschen nicht für dne inneren SChweinehund, sondern für den inneren Kerkermeister!

NaNo Countdown: noch 23 Tage - Über Selbstgeißelung der Autoren und die Produktivität

Geben wir es doch zu, wir Autoren sind des Öfteren nicht nett! Manchmal muss die Umgebung daran glauben, die es wieder einmal gewagt hat, uns aus der kreativen Versenkung zu reißen. Manchmal sind es die Musen, die wir lynchen würden, wenn wir sie nur sehen könnten. Und manchmal sind wir auch nicht nett gegenüber uns selbst. Sei es, dass wir Nachtschichten schieben, obwohl wir am nächsten Tag aufstehen müssen, sei es, dass wir uns kaum einhaltbare Deadlines stecken und sei es einfach nur, dass wir niemals zufrieden sind.
Ja, ich stehe zu all dem! Und ich gebe auch zu, dass ich noch weniger nett bin, wenn ich trotz aller Bemühungen nicht in den Flow komme.
Und nun, wo der NaNo näher rückt und ich schon ganz kribbelig bin, weil ich endlich anfangen will, zu schreiben, überlegt man sich natürlich schon, wie man die Produktivität hochhält, vor allem weil ich ja zwei NaNos schreiben will.
Und wie ich so in mein Vorglüh-Sheet gucke, fällt mir auf, dass ich heuer noch nicht eine einzige Nullrunde geschoben habe, diesen Oktober, sondern immer wunderbar mein Pensum locker geschafft habe (gut, nur für einen NaNo, aber irgendwo muss da ja noch Luft sein!).
Und ich kann zudem noch zeichnen, ohne mir dann für das Schreiben das Wasser abzugraben. Nebenher studiere ich auch noch... Woher kommt den auf einmal die ganze Energie? Ganz einfach, ich habe beschlossen, den autorentypischen Masochismus mal für ein Weilchen abzulegen und zu versuchen, nett zu mir zu sein. Was habe ich davon, wenn ich etwas erzwinge, auf Kosten meines Wohlbefindens, wenn ich dann am Ende keinen Spaß mehr an den Geschichten habe, auf die ich mich so gefreut hab?
Gerade jetzt, wo der NaNo ansteht, sollten wir Autoren schauen, dass wir unsere Kräfte zusammenhalten und auch mal nett zu uns sind, denn im NaNo werden wir das nicht sein!
Und ebenso wie ausgepumpt loszulaufen eher zum Zusammenbruch, als zum Runner's High führt, wird ausgepumpt loszuschreiben zu etwas Ähnlichem führen und nicht zum Writer's High! Also sind wir nett. Wir haben es auch mal verdient! Wirklich!