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May. 22nd, 2012

Wenn sich Autoren Fragen stellen, die niemand beantworten kann...

... werden Bücher daraus.
Ich bin vor ein paar Tagen über ein Buch zum Film "The Hunger Games" gestoßen. Und beim neugierig hineinblättern stolperte ich gleich auf der ersten Seite, die ich aufschlug, über die Entstehungsgeschichte der Bücher.
Und wie entstand die Trilogie nun?
Die Autorin, Suzanne Collins, sah noch spät fern und zappte sich durch die Sender. Und dann blieb sie zunächst bei einer Reality-Show hängen, um beim Weiterzappen in einer Reportage über den Irakkrieg zu landen. Und dann überlagerten sich die Bilder, auf der einen Seite waren es junge Leute, die zur Unterhaltung an ihre Grenzen gingen, auf der anderen, junge Leute, die für ihr Vaterland starben. Und sie fragte sich plötzlich: Was wäre, wenn junge Leute zur Unterhaltung sterben müssten?
Den Rest kennen jene, die die Bücher gelesen haben, zu denen ich (noch) nicht gehöre.

Und als ich darüber nachdachte, wie meine Trilogie eigentlich entstand, beziehungsweise natürlich die Idee dafür, denn noch bin ich fleißig dabei, das erste Buch in den Computer zu hämmern, fiel mir auf, dass sie auch aus einer unbeantwortbaren Frage heraus entstand.
Ich habe mich nämlich irgendwann ganz zufällig gefragt: Was würde ein Erwachsener machen, den irgendjemand in die Fantasiewelt eines Kindes versetzt hat?
Und ganz plötzlich war Anahid da und erzählte mir ihre Geschichte.
Dass Charaktere ganz plötzlich da sind und mir ihre Geschichten erzählen, das bin ich gewohnt. Aber dass mich Geschichten derart überrollen, dass ich nur noch irgendwie versuchen kann, hinterherzutippen, das kenne ich nicht!
Also war es wohl gut, dass ich mir diese Frage gestellt habe, denn nur so konnte die Geschichte entstehen.
Gibt es bei euch euch solche Fragen, oder Ideen, die eigentlich gar nichts mit dem Schreiben zu tun hatten, plötzlich Charaktere auf den Plan rief, die noch lebendiger waren, als die meisten anderen, die ihr habt? Also lebendiger im Sinne von weniger Macht über ihre Entwicklung?
Irgendwie hat es Anahid nämlich sogar geschafft, das ständige Geplapper anderer Charas, das ich schon so gewohnt war, still zu kriegen...
Ich werde immer optimistischer, diese Bücher an den Mann, äh Verlag zu kriegen!

May. 2nd, 2012

Selbstversuch Nummer 4, wenn ich richtig gezählt haben sollte

Heute: Kuchenbacken in alter Zeit, ging das?

Ausgangssituation: Ich habe bald Geburtstag und natürlich bekommen die Betreuten hier dann auch einen Kuchen von mir. Nach kurzem Suchen stelle ich fest, dass die mir zur Verfügung gestellte Küche zwar Rührlöffel en Masse hat, aber kein Handrührgerät... Ich habe aber auch keine Lust, um ein Rührgerät aus der Gemeinschaftsküche betteln zu müssen, zumal ich zu den alten Elektrogeräten von dort weniger Zutrauen habe.
Geistesblitz: Vor hundert Jahren oder so, gab's kein Handrührgerät, aber sicher Kuchen! Und mein Kuchen ist nur ein Rührkuchen, nichts, das ganz genau eine bestimmte Art des Rührens oder eine genaue Zeit erfordert.
Der Entschluss ist geboren: Ich brauche kein Handrührgerät, Schneebesen und Rührlöffel müssen es auch tun!

Folgendes geschah dann: Also alles in die Schüssel gekippt. Erst nen Schock bekommen: Das krieg ich doch niemals verrührt, so wie das klebt! Dann die Erkenntnis: Wenn man von 8 Eiern 8 vergisst, kann es ja auch nicht klappen! Also Eier hinzugefügt, festgestellt, dass auch Backpulver, Vanillezucker und Zitronenschale vergessen wurden, das ebenso reingeschmissen und los gehts mit dem Rühren.
Zunächst war der Teig ausgesprochen klumpig, aber kurz bevor ich dann doch aufgegeben habe, hat er sich gefügt und rühren lassen.
Anders als erwartet, war es gar nicht soo fürchterlich anstrengend.
Angeschnitten habe ich meinen handgerührten Kuchen noch nicht, aber da er schön goldbraun geworden ist und beim Backen gut aufging, bin ich zuversichtlich, dass er auch gut schmeckt.

Fazit: Man braucht kein Handrührgerät, wenn man nur Rührkuchen macht. Man kann sich beim Handrühren jedenfalls unterhalten, bei dem Lärm, den manche Handrührgeräte machen, definitiv nicht ohne Geschrei.

Apr. 29th, 2012

Projekt 2012: Große Fortschritte

Nach mehrmonatiger Arbeit an meinem Projekt und der stetigen Entwicklung des Selben mal wieder ein ordentlicher Zwischenstand und so.

Also erst mal ist mein Baby tüchtig gewachsen. Aus dem, was als ein Buch, von dem ich nicht einmal wusste, ob ich es überhaupt zu Ende führen würde können, begann, ist eine durchaus ernstzunehmende Trilogie geworden, wie ich glaube.
Und ich dachte mir einfach, ich stelle sie noch einmal schön vor, alle drei Bücher.

Nicht unbedingt, weil ich angeben will (Najaa, jeder Autor redet gern über seine Projekte), sondern eher, weil ich einmal einen kompletten Überblick über das bieten will, was ich gerade so fabriziere und worüber ich dann auch rede.

Arbeitstitel: Zwischen den Welten

Genre: Low-Fantasy mit klitzekleinen Ausflügen in andere Genres

Zielgruppe: Äh ja, wohl so ungefähr All-Age

Band 1: Feenlicht

Wichtige Personen:
Anahid: 26 Jahre alt, einfache Bäuerin, gnadenlose Realistin, muss allein für ihren Hof und ihre Familie sorgen, seit ihr Ehemann sie sitzen gelassen hat, Perspektivträgerin
Astoria: 69 Jahre alt, Anahids Mutter, das genaue Gegenteil ihrer Tochter, hat ihre Seele den Banshees verkauft
Angharad: 6 Jahre alt, Anahids Tochter, ein verträumtes, verspieltes Kind, Drachenträgerin, ohne, es zu wissen
Eirwyn: So alt wie die Zeit, Königin der Sidhe, seit dem Rückzug der Drachen Herrin über die Anderswelt
Iorwen: Mehrere hunderte von Jahren alt, Tochter Eirwyns, Königin der Banshees seit sie ihren menschlichen Geliebten verloren hat

Plot: Anahid befindet sich in einer scheußlichen Lage. Ihre Mutter und ihre Tochter sind beide von einer merkwürdigen Krankheit betroffen, die sie in eine Art Koma versetzt. Zunächst immer nur kurz, dann immer länger. Sie erwachen zwar regelmäßig wieder, aber die Wachzeiten werden immer kürzer und unregelmäßiger, je weiter die Krankheit fortschreitet. Mittlerweile hat die Krankheit ein Stadium erreicht, in dem beide nur gerade noch so lange wach sind, dass man sie am Leben halten kann.
Anahids Ehemann hat diese Krankheit seiner Tochter nicht verkraftet und die Familie bei Nacht und Nebel verlassen.
Anahid muss nun zusehen, wie sie den Lebensunterhalt für sich ebenso wie für ihre Mutter und ihre Tochter verdient. Gleichzeitig verzweifelt sie beinahe an dem Dahinsiechen der Menschen die sie liebt.
Obgleich Anahid, die unverbesserliche Realistin, geglaubt hat, nichts mit ihrer Mutter gemeinsam zu haben, die an Feen und sonstige Andersweltbewohner glaubt, erscheint ihre Tochter ihr eines Tages im Traum und versucht alles, Anahid dazu zu bewegen, Hilfe bei den Feen zu suchen
Und Anahid muss feststellen, dass sie selbst auch Dinge tut, die sie sich später selbst nicht mehr so recht erklären kann.
Und eines Tages im Wald steht dann tatsächlich eine Fee vor ihr. Und nicht nur irgend eine, sondern die Feenkönigin Eirwyn.
Diese hat zum einen für Anahid die Erkenntnis parat, dass die Krankheit von Anahids Tochter, trotz gleicher Symptome, nicht die Gleiche ist, wie die die Anahids Mutter heimgesucht hat.
Zum anderen bietet sie Anahid an, wenigstens deren Tochter zu heilen. Aber nicht umsonst, Anahid soll ihr helfen, die Banshees zu besiegen, von denen der Fluch dieser Krankheit ausgeht.
Anahid ist zwar nach wie vor skeptisch, aber mittlerweile verzweifelt genug, um sich auf den verrückten Handel einzulassen.
Die Aufgabe, die sie bekommt, ist eigentlich allein schon wahnsinnig genug. Sie soll versuchen, an die Banshee-Königin heranzukommen und deren Schwachstelle zu finden, die die Feen selbst nicht kennen.
Damit nicht genug erfährt sie jedoch durch die Träume, in denen sie mit ihrer Mutter und vor allem mit ihrer Tochter kommunizieren kann, dass die Feenkönigin die Macht gar nicht hat, Anahids Tochter Angharad von diesem Fluch zu befreien, da Angharads Fluch eigentlich der Versuch einer Banshee war, das Kind nicht zu vernichten, sondern zu schützen.
Mit der Wahrheit konfrontiert gibt Eirwyn zu, gelogen zu haben und rückt mit der gesamten Wahrheit heraus: Iorwen, die Bansheekönigin ist die einzige Tochter Eirwyns, die zur Banshee wurde, als ihr menschlicher Geliebter ermordet wurde. Banshees sind selbst einmal Feen gewesen, haben durch irgendwelche Schicksalsschläge aber jedes positive Gefühl verloren und wurden zu dem, was sie nun sind: Wesen, deren einziger Sinn und Zweck die Zerstörung all dessen ist, was in der Welt positiv ist.
Dank Anahids Mutter Astoria ist Angharad jedoch in der Anderswelt, der Heimat der Feen, besser bekannt, als es sich Anahid je hätte träumen lassen.
Und Eirwyn, die Gefallen an Angharad gefunden hat, hat diese offenbar manchmal zu sich geholt, wo Iorwen die Kleine kennen gelernt und als kleine Schwester adoptiert hat. Und obgleich Iorwen als Banshee eigentlich keine Gefühle mehr haben dürfte, hat sie es offensichtlich nicht übers Herz gebracht, Angharad, die eine wichtige Verbindung zwischen der Welt der Feen und der der Menschen darstellt, zu vernichten. Stattdessen hat sie versucht, das Kind lahmzulegen, indem sie es in dieses Koma versetzt hat.
Anahid erkennt, dass sie das, was sie begonnen hat, jedoch zu Ende bringen muss, wenn sie ihre Tochter retten möchte.
Eine von einem Sturm in ihr Haus gewehte Söldnerin von weit her bringt dann auch die Ursache von Astorias Krankheit ans Licht.
Vor Jahren schon hat Astoria, damals noch Kriegerin im Dienste eines Königreichs, einen Handel mit den Banshees abgeschlossen, um ihr Land zu retten, und diesen ihre Seele und ihr Leben verpfändet. Die Krankheit ist der Beginn der Verwandlung Astorias zu einer Banshee.
Die Notwendigkeit, die Banshees mindestens zu schwächen, wird für Anahid noch größer.
Zumal kann sie, die selbst Mutter ist, auch die Nöte Eirwyns verstehen kann, die es, obgleich sie weiß, dass es notwendig ist, nicht fertigbringt, selbst gegen ihre Tochter vorzugehen.
Die Stärke Anahids erkennend, tritt Eirwyn dann noch mit einer weiteren Bitte an sie heran. Die Feen werden immer schwächer, weil ihr Blut dünner wird.
Um sich fortzupflanzen, brauchen die Feen die Menschen, was bedeutet, dass im Laufe der Jahrtausende das Blut immer dünner wird.
Da sie daran nichts ändern können, brauchen die Feen Menschen wie Anahid, in deren Adern auch Feenblut fließt (ihr Vater war selbst das Kind einer Menschenfrau und eines Feenmannes).
Eirwyn bittet Anahid, von ihrem Gefährten Taranis ein Kind zu empfangen. Denn es steht zu befürchten, dass Anahid ihr Leben wird opfern müssen, um wenigstens Angharad retten zu können.
In dem Wissen, dass ihr restliches Leben recht kurz sein kann und der jähen Erkenntnis, dass sie eigentlich nie richtig gelebt hat, sondern sich immer von irgendwelchen vernünftigen Ratschlägen bestimme ließ, willigt Anahid ein.
Was keiner erwartet hat: Zwischen ihr und Taranis entwickelt sich eine Beziehung, die Anahid innerlich stärker macht.
Und dann finden die Feen heraus, dass aus der Linie von Anahids Mutter die Drachenträgerin des schwarzen Drachens abstammt, ein Mensch, der das Gleichgewicht in der Natur halten muss, ein Zeichen, das auf Anahids Tochter Angharad übergehen wird.
Anahid ist zur Wächterin einer Drachenträgerin geworden, sie spielt nun eine zentrale Rolle im Kampf der verschiedenen Mächte, die das Gleichgewicht der Welt mehr und mehr ins Wanken bringen.
So gewappnet und mit einem Kind von Taranis unter dem Herzen tritt Anahid schließlich tatsächlich Iorwen gegenüber.
Und hier gibt es jetzt drei Möglichkeiten.
1. Die einfachste: Anahid bewegt Iorwen irgendwie zur Umkehr und alles wendet sich zum Guten.
2. Iorwen wird geläutert, opfert sich aber an Stelle von Astoria noch einmal.
3. Iorwen wird geläutert, kann aber nichts anderes mehr für Astoria tun, als dieser zu zeigen, wie man sich als "Fee" "auflösen" kann, um sie im Übergang auch leiten zu können, muss Iorwen dieser "Auflösung" jedoch folgen und damit sterben quasi beide, um Astoria den Banshees zu entreißen.



Band 2: Drachenfeuer

Wichtige Personen:
Aleshanee: Zu Beginn etwa vierzehn Jahre alt, will Heilerin werden, erste Trägerin des schwarzen Drachens, Perspektivträgerin
Andralyn: So alt wie die Zeit, Königin der schwarzen Drachen, Aleshanees Lehrmeisterin
Adamaris: Zu Beginn 20 Jahre alt, Trägerin des blauen Drachens und Königin eines Reiches im Norden, Aleshanees beste Freundin und zugleich ihr größtes Hindernis

Plot: Egal, was sie versucht, Aleshanee passt einfach nicht in die Welt in der sie lebt. Während ihre Mutter davon träumt, ihre schöne Tochter vorteilhaft zu verheiraten und ihr Vater von vielen Enkeln, ist Aleshanee von der Heilkunst und der Natur fasziniert. Seit sie denken kann, wünscht sie sich, Heilerin zu werden.
Während die Eltern darüber nur den Kopf schütteln, versucht die Dorfheilerin, die alte Elina, Aleshanee zu helfen. Sie weiß, dass ihre Schülerin sie überflügeln kann, wenn sie einen Lehrmeister bekommt, der nicht nur ein Kräuterweibchen ist, wie sie selbst. Doch noch während sie nach Heilern im weiteren Umkreis sucht, stirbt die Alte plötzlich. Aleshanee stürzt in tiefe Verzweiflung, sie glaubt ihren großen Traum zerstört und läuft fort, um ihrem Leben ein Ende zu machen.
An dem Felsen, von dem sie sich herabstürzen will, hält sie jedoch eine Unbekannte auf. Die Frau, die eine merkwürdige Halbmaske trägt, nennt sich Andralyn und scheint von Aleshanees großem Wunsch zu wissen, denn sie bietet ihr an, sie als ihre Schülerin anzunehmen.
Aleshanee greift nach dem letzten Strohhalm und willigt ein. In den nächsten Monaten lernt sie mehr als je zuvor in ihrem Leben, auch wenn Andralyn eine harte Lehrmeisterin ist.
Was Aleshanee immer und immer wieder wundert, ist die Tatsache, dass Andralyn ihre Gedanken zu lesen scheint. Und als sie ihre Lehrmeisterin eines Tages damit konfrontiert, dass es nicht gerecht ist, dass sie keinerlei Ahnung über deren Vorleben hat, offenbart ihr Andralyn ihr wahres Wesen. Sie ist mitnichten ein Mensch, sondern ein Drache. Und nicht nur irgend einer. Andralyn ist die Königin der schwarzen Drachen, die die Welt ausbalancieren. Aber obgleich die Drachen nicht altern und niemals krank werden können, sind die Menschen ihnen überlegen, weil sie sich viel schneller vermehren. Und je mehr sich die Menschen vermehren, desto mehr gerät das Gleichgewicht in Schieflage, die Drachen können allmählich kein Gegengewicht mehr dazu bilden.
So offenbart Andralyn, was sie vorhat. Jedes Drachenvolk hat zwei Menschen ausgewählt, die das Zeichen dieses Volkes tragen sollen, um das Gleichgewicht unter den Menschen aufrecht zu erhalten, dass nicht die Anderswelt ebenso in Schieflage gerät.
Und die weibliche Auserwählte der schwarzen Drachen ist Aleshanee.
Für das einfache Dorfmädchen beginnt eine Reise von abenteuerlichen Ausmaßen. Denn nicht nur ihr Wissensdurst reißt sie mit sich. Sondern auch die verzweifelte Bitte der Drachenträgerin des blauen Drachens: Adamaris, einer jungen Kriegerin aus dem Norden.  Ein erbitterter Glaubenskrieg ist dort entbrannt und Adamaris, die Tochter der getöteten Königin ringt verzweifelt um die Freiheit ihres Volkes. Sie braucht dringend eine Heilerin bei ihrem Heer, oder sie wird allzu bald aufgeben müssen.
Und bald muss sich Aleshanee entscheiden, was Gleichgewicht für sie bedeutet, denn verschiedene Seiten beginnen, um sie zu buhlen. Und dann sind da noch die plötzlichen Gefühle für den männlichen Gegenpart von Adamaris, einem jungen Mann namens Adorin, der einer von Adamaris’ Hauptleuten ist.
Als es Andralyn gelingt, Aleshanees verschüttete Gabe ans Tageslicht zu zerren und sie als Heilerin noch besser wird, scheint Adamaris siegen zu können, das Gleichgewicht scheint nahe.
Doch dann erschüttert ein Streit zwischen dem Drachenträger des Westens, einem Gelehrten namens Trygve  und der Drachenträgerin des Ostens, einer stolzen Amazone namens Kajetana das immer noch sehr zerbrechliche Gleichgewicht. Und Aleshanee muss sich entscheiden, wo sie mehr gebraucht wird. Überlässt sie Adamaris womöglich dem Tod und versucht, Trygve und Kajetana zu versöhnen, oder hofft sie, dass die beiden den Streit selbst beilegen können und riskiert das ganze Gleichgewicht?
Aleshanee ist gezwungen, ihr Leben als einfache Heilerin endgültig aufzugeben und sich ihre eigenen Verbündeten zu suchen, wenn sie nicht von einer solchen Zerreißprobe in die nächste schlittern will. Obgleich sie sich das niemals vorstellen konnte, entwickelt sie sich zu einer Anführerin, unterstützt von ihrem eigenen Gegenpart Dorian, der im Gegensatz zu ihr bereits ein Anführer ist. Aber immer noch muss Aleshanee wieder und wieder um ihre Menschlichkeit kämpfen, um im Gleichgewicht bleiben zu können.



Band 3: Feenbann

Wichtige Personen:
Avalyn: 26 Jahre alt, Bäuerin, kürzlich verwitwet und hat auch ihr Kind verloren, hasst die Fahrenden, Perspektivträgerin
Chevonne: 26 Jahre alt, zum Fahrenden Volk gehörig, Mutter einer kleinen Tochter, wird in Avalyns Dorf beinahe getötet
Brynja: 27 Jahre alt, Gutsbäuerin und verstoßene Fahrende, kürzlich verwitwet und hat ihre Kinder verloren, bietet Avalyn Arbeit und wird zu ihrer besten Freundin
Eirwyn: So alt wie die Zeit, Königin der Sidhe, seit dem Rückzug der Drachen Herrin über die Anderswelt
Eliada: 8 Jahre alt, Waisenkind, Trägerin des schwarzen Drachens

Plot: In dem kleinen Dorf hasst man das Fahrende Volk seit Urzeiten. Und auch Avalyn hat man schon von frühester Jugend an vor diesen Menschen gewarnt.
Trotzdem wagt sich eine junge Mutter mit ihrer kleinen Tochter an der Hand eines Tages in das Dorf - und wird prompt Opfer einer erbitterten Hetzjagd.
Avalyn, die erst unlängst Mann und Tochter an eine Krankheit verloren hat, stemmt sich jedoch gegen die Wand des Hasses, spricht für die Fahrenden und stellt sich, als alles nichts mehr hilft, vor das Kind. Doch zu spät: Die für die Fahrenden bestimmten Steine treffen Avalyn.
Als sie wieder zu sich kommt, liegt sie in einem weichen Bett in einem Schloss und die junge Frau, die bei ihr sitzt, ist niemand anderes, als die junge Mutter, der sie das Leben gerettet hat. Sie erfährt, dass die Fahrenden ihre eigene Welt haben, die sie manchmal betreten können.
Im Laufe der nächsten Wochen lernt Avalyn bei ihren neuen Freunden langsam wieder, zu lachen. Aber sie fühlt sich nicht wirklich zu Hause bei den Fahrenden und wird schließlich wieder in ihre Welt gebracht.
In der jungen Gutsbäuerin Brynja, bei der sie eine Stelle als Magd bekommt findet sie eine Schicksalsgefährtin. Als diese sie eines Tages vor einem aufdringlichen Mann rettet, offenbart sie sich. Die junge Frau ist selbst auch eine Fahrende gewesen, wurde aber verstoßen, weil sie sich weigerte, den Menschen das Leben vorzuenthalten, das sie selbst führen konnte.
Gemeinsam machen sich die beiden auf den Weg, zu ergründen, woher diese andere Welt des Fahrenden Volks kommt. Was sie finden, ist kaum zu glauben. Ist die Welt doch ein Teil der sagenumwobenen Anderswelt, die die Feen einmal als Zuflucht für einige Gejagte hergaben, die dafür mit ihren Liedern und Geschichten die Welt der Feen nahe an der der Menschen halten müssen.
Während sich die Fahrenden, verängstigt durch die Verfolgung, zurückgezogen haben, sind die Welten auseinandergedriftet und drohen, völlig auseinander zu reißen. Und das würde sowohl das Ende der Feen, als auch das der Fahrenden bedeuten.
Avalyn muss sich nun ihrem schwersten Gegner stellen: Sich selbst. Sie muss gegen alle Rückschläge einem Kind den Halt geben können, die legendären Drachenträger wieder aufleben lassen zu können.


Uffa, ich glaube, das war der längste Blogeintrag aller Zeiten. Und die durchgeplanteste Arbeit, die ich je in Angriff genommen habe...
Und ich weiß nicht, woher ich das Selbstbewusstsein nehme, aber ich glaube, dass dieses Projekt das ist, mit dem ich bei einem Verlag landen kann! Irgendwie glaube ich das...

Apr. 19th, 2012

Nächster Selbstversuch

Viele Protas stammen ja aus eher ländlicher Umgebung, der klassische Bauernjunge, der die Welt retten muss.
Da ich momentan auf einem Bauernhof arbeite, habe ich hier ein paar nette Dinge, wie man einen auf dem Land lebenden Prota irgendwie ärgern kann. Sei es, weil man eine böse Stiefmutter braucht, oder einfach, um zu zeigen, dass der Prota nicht passt.

1. Abhauende Tiere
Was in Filmen sehr erheiternd ist, läuft in der Realität eher so ab, wie bei mir heute. Ich habe Feierabend, die Füße tun mir weh und Beine und Arme sind von Brombeeren zerkratzt. Ich will mir etwas zu trinken aus der Küche holen und blicke dabei zufällig aus dem Fenster. Dabei fällt mein Blick auf etwas Kleines, Rosanes, das über den Hof wuselt. Ich stutze und will eben noch einmal schauen, da reagiert mein Körper irgendwie schon vor mir: Mist, Ferkel haben außerhalb ihres Stalles ja nun wirklich nichts verloren!
Also die nächsten Schuhe gegriffen und runter in den Hof, so schnell es geht.
Unten darf ich dann feststellen, dass es nicht ein, sondern sechs abgehauene Ferkel sind. Mein Chef und ich dürfen also Cowboys, oder in dem Falle dann wohl eher Pigboys spielen und die kleinen, wuseligen Kerlchen wieder einfangen. So süß sie sind, wenn das oft passiert ist es einfach nur noch ärgerlich.

2. Vorräte sortieren
Eine der langweiligsten Aufgaben, die ich kenne, ist das Sortieren und Abkeimen von Kartoffeln. Sprich: Welche Kartoffeln kann man noch weiter lagern, welche muss man fortwerfen und das Abstreifen der Keime von den Kartoffeln. Sollte euer Prota etwas verbockt haben, nur zu, lasst ihn Kartoffeln sortieren! Oder sonstige Vorräte. Sehr schön sind auch Möhren!

3. Rodungen und Obstbaumschnitt
Verwilderte Grundstücke sind toll, um sich überall zu zerkratzen, denn sobald man eine Obstwiese sich selbst überlässt, wachsen Brombeeren und die Dornen dieser Ranken stacheln auch durch stabile Arbeitshosen.
Naja, will man da einen Prota plagen, gibt man ihm die Aufgabe, einen Baum inmitten der Brombeeren zu fällen.

4. Kot in Hühner- oder Gänseställen abkratzen
Ich bin mittlerweile wirklich immun gegen Mistgeruch, egal ob Pferde, Kühe oder Schweine. Aber den Hühnermist finde ich immer noch ekelhaft. Und dementsprechend angenehm ist die Aufgabe, die Sitzstangen abzukratzen, wenn die Hühner sie einmal wieder vollgekotet haben. Auch eine nette Strafe für den Prota.

Apr. 8th, 2012

Projekt 2012: Schreibtagebuch Nummer 6

Heute gibt es nicht viel zu erzählen, außer einem verspäteten "Frohe Ostern!".

Hier die Tagebucheinträge ab dem 2. April

2. April
22:00 1184 Wörter, yesss!

3. April
23:12 1011 Wörter, wenn ich mich jeden Tag so gut schlage, gehts voran!

4. April
22:20 1146 Wörter! Es geht gerade richtig gut voran, die 36 k sind geknackt!

5. April
22:15 669 Wörter. Nicht ganz das, was ich gerne gehabt hätte, aber ich bin soo müde!

6. April
907 Wörter, boah, ich kann daheim nicht gescheit schreiben!

7. April
23:35 935 Wörter. Wie gesagt, daheim zu schreiben ist irgendwie doof.

8. April
18:23 667 Wörter. Mannomann, wie soll man schreiben, wenn dauernd jemand kommt: "Beweirb dich endlich für die Uni!"? Es geht noch nicht, wird wohl nicht akzeptiert!
21:05 853 Wörter. Die 40.000-er Marke ist geknackt, aber zufrieden bin ich nicht. Ich habe in der Zeit schon sooo viel mehr geschrieben.
22:57 1460 Wörter. Jetzt bin ich zufrieden! Aber ich brauche echt Ruhe zum Schreiben in letzter Zeit. Ich konnte erst richtig gut schreiben, als alle im anderen im Bett waren.


Im Großen und Ganzen kann ich mich nicht beklagen! Es läuft! Und die Geschichte macht Spaß!!!

Apr. 2nd, 2012

Schreibtagebuch Numero 5

Ich weiß, ich bin eine fürchterliche Bloggerin. Aber naja, es gibt auch nicht soo viel Neues, hier die Einträge seit dem 25. März

25. März
23:44 846 Wörter und Zeit fürs Bett auch wenn ich dank Zeitumstellung noch viel zu wach bin!

26. März
22:55 546 Wörter. Ne, ne, ne was war das denn?

27. März
Gebe beschämt zu, nicht geschrieben zu haben

28. März
Habe das Tagebuchschreiben vergessen... Weiß also auch nimmer, wie viele Wörter ich hatte.

29. März
22:13 889 Wörter. Najaa, hatte eigentlich mehr schreiben wollen.

30. März
Nicht gebloggt, nicht geschrieben, Asche auf mein Haupt

31. März
1075 Wörter, yay!

1. April
23:02 1430 Wörter. Uff, heute ging mir das Schreiben echt an die Substanz, dass ich es fertig gebracht habe, mich mit meiner eigenen Schreibe beinahe zum Heulen zu bringen ist mir, die bisher noch NIE bei einem Buch geheult hat, auch noch nicht passiert!


Gerade kann ich mich nicht beklagen! Was ich schreibe ist jedenfalls, so weit ich das beurteilen kann, gut und ich bin mir sicher, dass ich dieses Buch bewerbungsfertig kriege!

Mar. 31st, 2012

Lichtblick, oder: Hau den Selbstzweifeln eines drauf

Ich habe mich doch im letzten Blogeintrag über Selbstzweifel und Unzufriedenheit beklagt.
Manchmal haben Streitereien dann aber dennoch ihr Gutes. Mindestens habe ich heute ein potentes Mittel gefunden, Selbstzweifel im Sinne von: "Du bist nichts, du hast nichts" zum Teufel zu jagen.
Diejenigen, die mich kennen, wissen, dass mein Verhältnis zu meiner Mutter sehr angespannt ist, um es diplomatisch auszudrücken. Wer mich nicht kennt, weiß es jetzt.
Als ich noch zu Hause gewohnt habe, hat mich das manchmal beinahe wahnsinnig gemacht. Nun, da ich ausgezogen bin, habe ich den Abstand, auch mal ohne ständiges Nachsetzen (die Spezialität meiner Mutter) über die Dinge nachdenken zu können. Und mittlerweile habe ich eines festgestellt: Ich habe meiner Mutter und anderen der Spezies "Ich-bin-unzufrieden-weil-es-Charakter-bräuchte-zufrieden-zu-sein" eines voraus und damit meine ich nicht den Charakter, so selbstverliebt bin ich dann auch nicht.
Aber ich habe die Schreiberei!!!
So sehr ich manchmal damit hadere, ich habe sie!
Und das bedeutet, ich habe immer meine Farbtupfer im Alltagsgrau. Egal, was um mich herum vorgeht, meine Kopfbewohner kann man mir nicht wegnehmen. Und damit habe ich nicht nur meinen Fluchtweg, wenn der Alltag zu drückend wird. Ich habe auch jemand, der mich auf Dinge hinweist, die ich eigentlich weiß, aber die ich irgendwie verdrängt oder überschrien habe.
Es kam schon manchmal vor, dass einer meiner Protas etwas aussprach, das mir erst in dem Moment selbst richtig bewusst wurde, dass die weise Alte, die meine Prota wieder vom Rand des Wahnsinns zurückholte, zugleich auch meinen Zorn besänftigte.

Ich weiß, es ist hart, dass ich über meine Mutter so urteile, aber das ist nun einmal so. Aber wenn ich mir jetzt ansehe, wie viel Zufriedenheit mir das Schreiben gibt, darf ich mich nicht beklagen, sonst wäre ich undankbar.

Und ich hoffe, dass ich dem ein oder anderen zweifelgequälten Schreiberling, eine Waffe in die Hand geben konnte, die ebenso gut ist, wie die Pfannen des Tintenzirkels gegen Trödelei. (Jaaa, ich weiß, das war ein Insider, aber wo kämen wir denn ohne die hin?)

Mar. 24th, 2012

Projekt 2012: Schreibtagebuch Nummer 4

Oh Mann, was einen manchmal vom Schreiben abhält! Dinge, die man in den Geschichten gerne abkanzelt, so wie Neid zum Beispiel. Oder auch einfach nur das "Ich will doch auch sowas!".
Seit heute Morgen kämpfe ich mit einem Stimmungstief, das ich nicht zulassen will. Was ist passiert? Eigentlich nichts! Meine Schwester wurde nur ein Jahr, bevor sie überhaupt mit der Schule fertig ist, für ihr Studium akzeptiert. Ich bin seit fast zwei Jahren fertig mit der Schule und hangle mich eben so durch, weil ich keinen Studienplatz bekommen habe.
Gut, ich habe mittlerweile einen Alternativplan und außerdem macht mir die Arbeit, die ich momentan mache, wirklich Freude... Aber trotzdem könnte ich gerade heulen, wenn ich daran denke, dass ich einfach partout kein Glück habe mit dem was ich machen möchte. Ich will wirklich unbedingt Tiermedizin studieren! Aber alles, was ich bisher in der Richtung versucht habe, war ein Misserfolg. Ich will doch nur auch einmal Glück haben! Ich strample mich ab und es kommt nichts dabei raus und meine Schwester hat halt gleich den Treffer gelandet. Ich gönne es ihr ja wirklich, aber trotzdem...
Und dann kommen wieder diese blöden Selbstzweifel von wegen: Wenn es nicht einmal mit dem angestrebten Brotberuf klappt, wie willst du das dann mit dem Schreiben hinkriegen?
Und das: Ich bin noch keine 21, ich hab noch viel Zeit, wirkt gerade nicht, weil meine Schwester eben mit ihren noch nicht einmal 17 bereits hat, was sie will.
Was tut man gegen blöde, sinnlose Selbstzweifel?
Ich kann nicht schreiben deswegen und das kickt die doofen Dinger noch mehr an!

Nun aber genug gejammert, das Schreibtagebuch ab dem 12. März:

12. März 2012
nichts

13. März 2012
630 Wörter. Nicht viel, aber besser als nix.

14. März 2012
19:52 Ready, steady, go!
21:32 877 Wörter, Tagespensum erledigt.
Ich habe schon mehr als einen halben NaNo heruntergetippt. Und ich muss sagen, es ist das erste Mal, dass ich wirklich jedes Mal etwas entdecke, das ich gerne herumzeigen würde, weil es mir so gefällt.
Leider, oder besser gesagt zum Glück machen meine Nebencharas einfach nicht, was sie sollen und haben mir schon wieder den ganzen Plot hinfällig gemacht.

15. März 2012
22:20 553 Wörter, mpf, nicht das Ziel erfüllt, aber ich muss ins Bet, ich bin tot.

17. März 2012
23:27: 1097 Wörter, yay, es klappt!

18. März 2012
00:13, naja, eigentlich schon der nächste Tag, aber egal.
322 Wörter waren die magere Ausbeute heute... Morgen wirds auch nicht besser! Schätze ich mal, denn morgen hab ich viiiieeel zu tun...

19. März 2012
22:40 Ich schließe heute mit 859 Wörtern. Mission accomplished!

20. März 2012
628 Wörter, wieder nicht genug! Morgen sollten wenigstens 1000 drin sein...

22. März 2012
20:09 Los gehts!
23:18 852 Wörter, gnf, heute wills auch nicht so recht!

23. März 2012
23:59 777 Wörter, was für eine Schnapszahl!

24. März 2012
19:32 Genug geärgert, jetzt muss mal endlich Dampf abgelassen werden!
23:39 898 Wörter und damit Schluss für heute.

Mar. 17th, 2012

Wenn einen Sätze mitten in der Nacht wecken...

... ist der Autor im Schreibrausch.
So oder so ähnlich.
Mein aktuelles Projekt wirft mir so allmählich alles über den Haufen, was ich von mir und meiner Schreiberei kenne.
Dass im NaNo, wenn ohnehin alles im Schreibfieber ist, manchmal auch mitten in der Nacht Ideen auftauchen, war relativ normal, dass aber mich an einem ganz normalen TAg im März ein Satz weckt, habe ich bisher noch nie erlebt.
Heißt aber wohl, dass mein Projekt gut gewählt ist.

Und weil er mir unheimlich gut gefällt, der Satz, mache ich hier eine Ausnahme und zeige ihn samt zugehörigem Absatz:

Sie wickelte sich in die Decken aber die drahtigen Arme blieben unbedeckt, wohl weil sich Shadell sonst kaum hätte bewegen können. Als Anahid ihre Besucherin nun im hellen Feuerschein sah, fiel ihr das Geflecht aus Narben auf, das deren nackte Arme überzog. Manche rot, wulstig und wohl noch recht frisch, andere fein und beinahe schon silbern verblasst. Ein Geflecht aus Schriftzeichen, die jenen, die sie lesen konnten, Shadells Lebensgeschichte erzählten. Anahid konnte es nicht, aber auch sie las genug, um zu wissen, dass die Frau vor ihr kein leichtes Leben gehabt hatte.


Das Dicke ist der Satz, der mich vor ein paar Tagen geweckt hat.

Mar. 14th, 2012

Von purzelnden Plots und polternden Protas...

Wer von den hier Mitlesenden Vollblut-Nanit ist, kennt den Spruch: No plot, no problem! Wer das nicht ist, fängt vermutlich mit dem Begriff NaNoWriMo auch nichts an und mit meinem Post auch nicht.

Wer mich kennt, weiß, dass ich Blankpagerin bin. Wer damit nichts anfängt: Es gibt Autoren, die jedes Mal, bevor sie eine Geschichte schreiben, erst einmal genau plotten, sprich durchplanen, was sie wann wo einbauen wollen. Und es gibt jene, die genau das nicht tun, nicht können oder nicht wollen. Und ich bin eine Autorin der letzten Sorte. Und die nennt man eben Blankpager
Ich sage immer, ich kann nicht plotten.
Denn bei mir liegt das Nicht-Plotten nicht daran, dass ich sonst die Geschichte uninteressant finden würde oder so.

Aber ich bin vor ein paar Tagen sehr nachdrücklich daran erinnert worden, warum ich es nicht tue.
Da ich ja mein aktuelles Projekt bis zu einem bestimmten Zeitpunkt möglichst bewerbungstauglich haben will, habe ich mich hingesetzt und geplottet.
Ich hatte, anders als bei den meisten Dingen, die ich bisher geschrieben habe, wirklich einen Plot von Anfang bis Ende.
Aber leider, leider, oder ich sollte eher sagen, zu meinem großen Glück habe ich sehr aktive Protagonisten und auch die Nebenfiguren machen gerne einmal was sie wollen.
Und so hat es ein eigentlich nur als Spannungsmacher eingeführter Nebenchara geschafft, mit jeglichen Plot zu zerdeppern.
Es war geplant, dass Astoria als Verfluchte auftritt, eine Weile noch mit diesem Fluch lebt, um dann zu sterben, was in ihrer Tochter Anahid die Dringlichkeit, ihre mit dem gleichen Fluch behaftete Tochter zu heilen, noch einmal stark erhöht.
Aber es wäre ja auch zu einfach so.
Astoria ist nicht verflucht, sondern hat sich denjenigen, die sie verfluchten, selbst geopfert, wie ich zuerst feststellen durfte. Und jetzt reißt sie mir auch noch ihren geplanten Tod aus der Hand und wird wohl zur Banshee werden, die man dann vom Leben zum Tode befördern muss und damit wird sie maßgeblichen Anteil am Buchende haben...
Ich mag Astoria wirklich, sie ist ein sehr komplexer Charakter.
Aber manchmal mache ich es wie ihre Tochter und sitze mit offenem Mund da und frage mich, wo die Astoria geblieben ist, die ich kenne und, verdammt nochmal, erfunden habe!

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